Dow Jones - Archiv


Chartanalyse vom 14.06.2020


Der Wochenchart zeigt, dass der "Crash-Ausflug" aus dem langfristigen Aufwärtstrend vielleicht nur ein Ausrutscher war. Denn mit KW 22 wurde ein nachhaltiges Zurückkehren in diesen Trend auch auf Monatsbasis geschafft. Ein erneuter Absturz Richtung 18.000 ist damit unwahrscheinlicher geworden. Allerdings ist diese Gefahr erst gebannt, wenn auch neue Allzeithochs im Dow Jones erscheinen. 

Rückblick

Die Woche begann mit einem neuen (Bärenmarkt?-)Rally-Hoch bei 27.580. FED-Chef-Powell und die (berechtigte) Angst vor einer 2.Corona-Welle in den USA schickte den Dow aber am Donnerstag in die Realität zurück.

 

Es entstand ein Insel-Gap, welches durch die merkwürdig guten Arbeitsmarktzahlen vom Vorwochen-Freitag eröffnet und nun durch den Mini-Crash am Donnerstag manifestiert wurde. Man könnte es so interpretieren, dass sich der Markt mit Kursen über 27.000 geirrt und es nun ungeschehen gemacht hat. Zurück bleibt eine 4-Tage-Hoffungsinsel, von der wir vermutlich noch eine Weile abgeschnitten bleiben.

 

Denn dieser Rückschlag war wohl ein bisschen zu heftig, als dass er einfach so wieder rückgängig gemacht wird. Man konnte das schon am Freitag sehen, als die Bullen sich wieder aufbäumten, aber es nicht mal in die Nähe des Insel-Gaps schafften.

 

Allerdings ist nun auch nicht gleich automatisch Bärenzeit. Denn die lange rote Wochenkerze nahm bis jetzt nur den rasanten Vorwochenanstieg zurück und schloss erneut tief innerhalb des langfristigen Aufwärtstrendkanals, welcher aktuell bei ca. 23.750 verläuft.

 

Dennoch: Die zweite Aufwärtswelle nach dem Märztief kann nicht die gleiche Kraft entfalten, wie die erste. Das steht mit dem Ablauf dieser Woche nun eindeutig fest.

Ausblick

In der kommenden Woche wird wohl die 25.800 der Widerstand sein, der den weiteren kurzfristigen Verlauf bestimmt. Wenn er auf Tagesschlussbasis „geknackt“ werden kann, würde ein Angriff auf das Insel-Gap folgen können. Für mich ist diese Variante aktuell nicht zu bevorzugen.

 

Vielmehr werden wir wohl einen Angriff auf der Unterseite sehen. Dort könnte die 24.700 überrannt werden, was dann zunächst in die zuletzt gesehene Seitwärtsbewegung münden könnte. Allerdings stellt die 24.700 einen durchaus starken Widerstand dar. Der erste Angriff könnte auch Richtung 25.800 abprallen.

 

Aktuell macht es also durchaus Sinn, erstmal abzuwarten, was mit der 25.800 und der 24.700 passiert.

 

Bearish wird es weiterhin erst unter 23.240/22.790.

 

Widerstände sind: 25.800 (1h), 26.294, 26.389, 26837, 27.399 (1i), 28.170, 28.300, 28.892,  9.408, 29.568 (1j), 30.000, 30.960

 

Unterstützungen sind: 25.078, 25.000, 24.700 (1g), 24.294, 24.060, 23.730, 23.243 (1f), 22.942, 22.790, 22.179 (1e), 21.200 (1c), 20.735, 20.380 (1a), 20.000 (1), 19.650, 19.160 (2), 18.917,18.650, 18.350,18.160,18.000 (3), 17.060, 16.000, 15.370, 14.200, 13.620, 13.200, 12.470, 12.035, 11.230, 10.350.


Die nächste Dow-Jones-Einschätzung folgt in einer Woche am Sonntag, den 21.06.2020. Viele Grüße und bleiben Sie gesund.


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Leseprobe der apunkt-NEWS vom 30.08.2020
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