Dow Jones - Archiv


Chartanalyse vom 02.02.2020


Der Wochenchart zeigt einen intakten und mehrfach bestätigten Aufwärtstrendkanal. Innerhalb dieses Kanals hatte sich seit November 2018 eine Korrektur herausgebildet. Das geschah in Folge der mehrfach misslungenen Ausbruchsversuche aus dem Kanal nach oben.  Dem Dow gelang dann Anfang November 2019 der Ausbruch aus einer Konsolidierungs-Flagge nach oben, was neue Allzeithochs zur Folge hat. Der Index wird aber von Eindämmungslinien ausgebremst, deren vermeintlicher Durchbruch nun erstmal gescheitert ist.

Rückblick

Zwischen Hoffen und Bangen, so könnte man die abgelaufene Börsenwoche beschreiben. Das Bangen scheint sich aber nun durchzusetzen.

 

Die Unsicherheit wegen des Corona-Virus und vor allem seiner Auswirkungen auf das chinesische Wirtschaftswachstum treibt die Märkte um. Eine erste kleine Panikwelle brach am Montag über die

Märkte. Mit einem Gap weiter unter unsere „Alarm-Marke“ von 28.789 war sofort klar, dass es weitere Tiefs geben wird.

 

Nach einer kurzen Hoffnungsrunde bis Donnerstag brachen Freitag erneut die Dämme und ließen den Dow fast bis zum 62er Retracement der letzten Aufwärtswelle (seit Anfang Dezember 2019) fallen. Das Wochentief lag bei 28.170, der Wochenschluss nicht wesentlich darüber bei 28.256 Punkten.

 

Damit hat der Index den Ausbruch von vor 2 Wochen negiert. Es droht ein weiteres Abrutschen.

 

Die lange rote Wochenkerze mit langem Docht zeigt das Aufgeben der Märkte angesichts der beunruhigenden Nachrichten aus dem Land der Mitte. Besonders bedenklich ist, dass der Wochenschluss leicht unterhalb des seit Anfang 2019 bestehenden Aufwärtstrends stattfand. Das ist selten ein gutes Zeichen.

Ausblick

Nun kommt es darauf an, ob es dem Dow gelingt, von seinem 62er Retracement (bei ca. 28.090) doch noch nach oben abzudrehen. Ein Tagesschluss darunter wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu weiter fallenden Kursen führen. Zunächst ginge es dann bis 27.800 und wahrscheinlich sogar bis 27.325.

 

Entlastung bringt erst ein Überschreiten der 28.944, dem Hoch vom Mittwoch. Dann wäre aber auch schon wieder die Aufwärtskanalobergrenze im Weg.

 

Aus meiner Sicht spricht im Moment mehr für fallende Kurse. Der angerichtete charttechnische „Schaden“ spricht gegen eine schnelle Erholung.

 

Widerstände sind: 28.376, 28.944, 29.000, 29.374, 29.600, 29.800, 30.000, 30.750.

 

Unterstützungen sind: 28.170, 28.090, 27.800, 27.745, 27.675, 27.517, 27.399, 27.325, 26.918, 26.694, 26.603, 26.140, 25.800 (1h), 25.200, 25.000, 24.883, 24.700 (1g), 24.400, 24.244, 24.000, 23.700, 23.400, 23.243 (1f), 22.179 (1e), 21.600 (1d), 21.200 (1c), 20.850 (1b), 20.380 (1a).


Die nächste Dow-Jones-Einschätzung folgt in einer Woche am Sonntag, den 09.02.2020. Viele Grüße und viel Erfolg.


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Leseprobe der apunkt-Info-Mail vom 13.11.2016
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