Dow Jones - Archiv


Chartanalyse vom 15.03.2020


Der Wochenchart zeigt einen intakten und mehrfach bestätigten Aufwärtstrendkanal. Doch nun läuft die heftigste Attacke seit 2010 und es ist zu befürchten, dass der Trendkanal in der kommenden Woche aufgegeben wird. Das wäre dann wirklich ein eindeutiges Zeichen für das schon jetzt von vielen ausgerufene Ende des Bullenmarktes. Per Freitag, dem 13.3.20 hat der Trendkanal aber noch gehalten (blauer Kreis).

Rückblick

Sicher war vor einer Woche jedem klar, dass es weiter abwärts geht. Aber mit gleich 2 Crash-Tagen?

 

So erreichte die erste Welle bis Mittwoch ziemlich genau unser ausgegebenes Wochenziel 1f bei 23.240 (Tief am Mittwoch bei 23.328). Doch dann kam die freundliche Ausladung der Europäer von Mr. President, der wohl nicht bedacht hat, dass auch das wirtschaftliche Auswirkungen haben wird.

 

Der Dow crashte in seinem größten Tagesverlust seit dem schwarzen Montag 1987. Er erreichte ziemlich genau unsere Unterstützung 1c bei 21.200 (Tief am Donnerstag bei 21.154).

 

Am Freitag kam dann mit Ausrufen des Notstands in den USA eine 30minütige Erleichterungsrally von fast 1.500. Punkten. Und – oh Wunder- der Dow landete ziemlich genau wieder bei 1f (Wochenschluss bei 23.186). Diese Unterstützung ist freilich nun zum Widerstand geworden.

 

Die erneut sehr lange und rote Wochenkerze attackiert nun den langfristigen Aufwärtstrendkanal. Die Kerze schloss punktgenau auf der unteren Begrenzung. Per Wochenschluss haben die Bullen sich also nochmal aufgebäumt, um den Aufwärtstrend zu retten.

 

Doch gelingt das auch in der kommenden Woche?

Ausblick

Vielleicht. Doch erstmal werden wir vermutlich erneut tiefere Kurse sehen.

 

Man muss davon ausgehen, dass die Freitagabendrally wieder abverkauft wird. Setzt man wieder die Fibonacci-Extension des Rücklaufs vom Freitag an, wird ein 162%-Ziel projiziert, dass ziemlich genau bei 20.000 Punkten liegt – unserer Hauptunterstützung 1.

 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass in dieser Panikstimmung die „runde“ 20.000 nicht angetestet wird. Sie wäre dann ein guter Ausgangspunkt für starke Anstiege. Natürlich wären dazu gute Nachrichten von der Corona-Front notwendig, was noch dauern wird. Das Durchbrechen des Dezember-Tiefs aus 2019 hat sogar ein Ziel von 18.000 Punkten getriggert. Das sollte aber hoffentlich das Worst-Case-Szenario sein.

 

Dass wir den finalen Sell-Off noch nicht gesehen haben, zeigen auch die Umsätze an der Wall-Street am Donnerstag. Sie waren bei Weitem nicht auf Höchst-Niveau.

 

Für das Abtauchen Richtung 20.000 muss natürlich die Bedingung erfüllt werden, dass der Index unter das Donnerstag-Tief bei 21.154 fällt. Bis 20.000 gibt es eine ganze Reihe von Widerständen, die aus dem Jahr 2017 stammen und bremsend wirken könnten.

 

Die Gefahr „20.000“ wird erst über 27.100 gebannt. Die sind inzwischen Lichtjahre weit weg.

 

Es wird schlimmer, bevor es besser wird. Passen Sie auf sich auf, an der Börse wie im Leben.

 

Widerstände sind: 23.243 (1f), 23.400, 23.700, 24.000, 24.700 (1g), 24.883, 25.000,25.800 (1h), 26.700, 26.775, 27.102, 27.399 (1i), 28.170, 28.892, 29.408, 29.568, 29.800, 30.000, 30.130, 30.750.

 

Unterstützungen sind: 22.838, 22.179 (1e), 21.600 (1d), 21.200 (1c), 21.154, 20.850 (1b), 20.380 (1a), 20.000, 19.675, 19.500, 19.150, 18.900 und 18.650.


Die nächste Dow-Jones-Einschätzung folgt in einer Woche am Sonntag, den 22.03.2020. Viele Grüße und viel Erfolg.