Dow Jones - Archiv


Chartanalyse vom 07.06.2020


Der Wochenchart zeigt, dass der "Crash-Ausflug" aus dem langfristigen Aufwärtstrend vielleicht nur ein Ausrutscher war. Denn mit KW 22 wurde ein nachhaltiges Zurückkehren in diesen Trend auch auf Monatsbasis geschafft. Ein erneuter Absturz Richtung 18.000 ist damit unwahrscheinlicher geworden. Allerdings ist diese Gefahr erst gebannt, wenn auch neue Allzeithochs im Dow Jones erscheinen. 

Rückblick

Die Woche begann verhalten. Erst am Mittwoch war klar, dass mehr passieren könnte. Der Dow überwand den Widerstand bei 25.800 (1h) und erreichte seine 162%-Extension der letzten Korrekturwelle. Dort bei ca. 26.100 wäre normalerweise mit einem Innehalten und späterem Rückgang auf das Ausbruchslevel bei 24.700 zu rechnen gewesen.

 

Doch der Dow sprang aufgrund der unerwartet (und merkwürdig) „guten“ Arbeitslosenzahlen am Freitag mit einem Riesengap weiter nach oben und griff sogar den nächsten Hauptwiderstand bei 27.400 (1i) an. Das Hoch lag bei 27.338.

 

Damit erfüllte er ziemlich genau die Maximalvorhersage, die ich letzte Woche hier nannte.

 

Der Wochenchart sieht nun noch bullischer aus. Die sehr lange grüne Kerze schloss nun inmitten des alten langfristigen Aufwärtstrends. Den man nun so nicht mehr nennen kann.

 

Denn eins ist jetzt Fakt: Aus charttechnischer Sicht wurde der langfristige Abwärtstrend nicht gebrochen, sondern nur kurzzeitig, wenn auch heftig, unterschritten. Der Trendkanal könnte uns nun wieder zuverlässig nach oben führen.

 

Allerdings muss man eine Einschränkung mitgeben. Wirklich fest steht das erst bei Überschreiten des Allzeithochs. Doch der NASDAQ100 hat das schon vorgemacht...

Ausblick

Das war ein kräftiger Schluck aus der Pulle. So wäre es nicht verwunderlich, dass der Dow erstmal sein Gap schließt. Zumindest aber die Gapoberkante anläuft (26.837).

 

Ob er tatsächlich das Gap (26.389) jetzt schon schließen wird, ist unsicher. Die Dynamik am Freitag war wirklich sehr stark.  So könnte es ab 26.837 schon wieder nach oben gehen. Angriffsziel wäre erneut das Wochenhoch bzw. die 27.400 (1i).

 

Sollte auch diese Verteidigungslinie der Bären fallen, ist das nächste Ziel die 262%-Extension der letzten Korrekturwelle bei ca. 28.300.

 

Man muss nun auch die letzte Woche angesprochene Projektion der ersten großen Aufwärtswelle seit dem Crash-Tief ernster nehmen. Sie reicht bis 30.960. Wenn sie auch in der gleichen zeitlichen Größe verläuft, würde sie etwa am 19.6.2020 dort ankommen. Das ist schaffbar, wenn die bisherige Dynamik so weitergeht. Dann hätte der Dow dann auch die Bewegung vom NASDAQ nachvollzogen.

 

Zugegeben, man kann sich das kaum vorstellen. Die Zeiten sind aber im Moment wirklich äußerst ungewöhnlich. Wer will das ausschließen?

 

Nach unten sichert weiterhin 1g (24.700) ab. Erst darunter ist der „Bullensturm“ beendet. Bearish wird es erst unter 23.240/22.790.

 

Widerstände sind: 27.399 (1i), 28.170, 28.300, 28.892, 29.408, 29.568, 30.960

 

Unterstützungen sind: 26.837, 26.389, 25.800 (1h), 25.000, 24.700 (1g), 24.294, 24.060, 23.730, 23.243 (1f), 22.942, 22.790, 22.179 (1e), 21.200 (1c), 20.735, 20.380 (1a), 20.000 (1), 19.650, 19.160 (2), 18.917,18.650, 18.350,18.160,18.000 (3), 17.060, 16.000, 15.370, 14.200, 13.620, 13.200, 12.470, 12.035, 11.230, 10.350.


Die nächste Dow-Jones-Einschätzung folgt in einer Woche am Sonntag, den 14.06.2020. Viele Grüße und bleiben Sie gesund.


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Leseprobe der apunkt-NEWS vom 30.08.2020
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