Dow Jones - Archiv


Chartanalyse vom 12.04.2020


Der Wochenchart zeigt nun den nachhaltigen Bruch des langjährigen Aufwärtstrendkanals (blauer Kreis). Eine neue Börsenphase hat begonnen, daran besteht nun kein Zweifel mehr. Kurse im Bereich 15.500/16.000 müssen befürchtet werden, schlimmstenfalls sogar 10.350. Vielleicht rettet uns aber der 18.000er Bereich, der im ersten Ansturm verteidigt worden ist. Der aktuelle Rücklauf bis in den alten Aufwärtstrendkanal mach Hoffnung. Doch vermutlich ist nun das Ende der Bärenmarktrally erreicht.

Rückblick

Man hat den Eindruck, dass die amerikanische Notenbank fast täglich eine neue Rakete zündet. Und das, wirklich nur das, war der Treibsatz für den Verlauf dieser Woche.

 

Die Amerikaner haben binnen 3 Wochen 17 Mio. mehr Arbeitslose- Die FED muss gegenhalten...

 

So sahen wir einen unerwartet starken Dow Jones, der auf dem Weg zum 62%igen Retracement seit dem Allzeithoch vom Februar ist.

 

Erstaunlich und eigentlich Grund zu großer Hoffnung ist zudem, dass der Index es schaffte per Wochenschluss wieder in seinen langfristigen Aufwärtstrendkanal zurückzukehren. In „normalen“ Zeiten wäre das ein wirklich starkes charttechnisches Zeichen und das erste Signal, dass das Schlimmste vorüber ist. Doch auch die Tageskerze vom Freitag meldet bereits wieder Zweifel an.

 

Die wirklich starke Wochenkerze schließt über dem Ausbruchstief vom Dezember 2018 und wie eben beschrieben, völlig unerwartet im alten Aufwärtstrendkanal. Ist der Spuk doch schon vorüber?

Ausblick

Es sind keine normalen Zeiten und man darf dem Dow den Rücklauf bis auf sein 62er Retracement bei 24.580 zugestehen. Die Geschwindigkeit ist allerdings atemberaubend.

 

Dennoch stellt sich in diesem Bereich bei 24.500-24.750 eine kaum zu überwindende Barriere in den Weg. Denn bei 24.681 wurde der endgültige finale Crash eingeleitet. Dort drüber zu kommen und das im ersten Anlauf, ist dann doch sehr unwahrscheinlich.

 

Somit scheinen im Moment sehr gute Shortchancen zu bestehen mit einer Absicherung deutlich über 24.750. Ziel bleibt das bisher gesehene Tief, mit hoher Wahrscheinlichkeit aber die 21.000er Marke, welche im Moment das 50er Retracement der Bärenmarktrally bildet und gleichzeitig das letzte Zwischentief bei 20.735 markiert. Mindestens geht es aber bis auf ca. 22.700, dem 38er Retracement der letzte Aufwärtswelle.

 

Charttechnisch hat sich, wie oben beschrieben, zwar die Situation deutlich aufgehellt. Doch dieser Optimismus muss bestätigt werden, und zwar mit Kursen über 25.000 Punkten. Ich halte das im Moment für höchst unwahrscheinlich. Es sei denn, es kommt die von allen ersehnte Nachricht, dass irgendein schon bekanntes Medikament tatsächlich hilft und die Gesundheitskrise endet.

 

Solange diese Nachricht nicht kommt, muss über kurz oder lang mit einem Test des bisherigen Tiefs gerechnet werden.

 

Widerstände sind: 24.000, 24.700 (1g), 24.883, 25.000,25.800 (1h), 26.700, 26.775, 27.102, 27.399 (1i), 28.170, 28.892, 29.408, 29.568

 

Unterstützungen sind: 23.243 (1f), 22.783, 22.179 (1e), 21.200 (1c), 20.735, 20.380 (1a), 20.000 (1), 19.650, 19.160 (2), 18.917,18.650, 18.350,18.160,18.000 (3), 17.060, 16.000, 15.370, 14.200, 13.620, 13.200, 12.470, 12.035, 11.230, 10.350.


Die nächste Dow-Jones-Einschätzung folgt in einer Woche am Sonntag, den 19.04.2020. Viele Grüße und bleiben Sie gesund.


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Leseprobe der apunkt-Info-Mail vom 13.11.2016
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