Dow Jones - Archiv


Chartanalyse vom 20.12.2020


Der Wochenchart zeigt, dass der "Crash-Ausflug" aus dem langfristigen Aufwärtstrend nur ein Ausrutscher war. Denn mit KW 22 wurde ein nachhaltiges Zurückkehren in diesen Trend auch auf Monatsbasis geschafft. Ein erneuter Absturz Richtung 18.000 (2. Abwärtswelle) kann nun ausgeschlossen werden. Denn am 09.11.2020 stieg der Dow über das bisherige Allzeithoch, was den langfristigen Korrekturmodus beendet. Als neues langfristiges Ziel können nun knapp 40.000 Punkte genannt werden. Dafür wird der Index aber vermutlich mehr als ein Jahr brauchen.

Rückblick

Der Dow schleicht sich seit dem 12.November entlang einer nur leicht steigenden Trendlinie nach oben. Seine Hochpunkte „schleichen“ seitdem noch etwas mehr, weshalb er nun in einen spitz laufenden Keil hineinläuft.

 

Diese ganze Woche testete er gleich an 3 Tagen diese Aufwärtstrendlinie. Am Freitag konnte man schon fast vermuten, dass er nach unten durchbricht. Doch in der letzten halben Handelsstunde schoss er wieder 200 Punkte nach Norden.

 

Vor Weihnachten will hier wohl keiner eine Entscheidung herbeiführen. Dennoch gab es neue Höchstkurse. Zuletzt sogar am Freitag. Die Bestmarke liegt nun bei 30.344.

 

So zeigt sich auch die Wochenkerze als unentschlossener Doji. Doch nicht zu vergessen: auf höchstem Niveau.

Ausblick

Natürlich könnte man nun aus der Keilformation der letzten Wochen ableiten, dass der Dow bei einem Bruch derselben nach unten bis zum Ursprung des Keils bei 28.900 durchrutscht.

 

Allerdings haben solche Keile in letzter Zeit eher als Kontraindikator gedient. Weshalb wir das nicht überbewerten sollte. Dazu kommt, dass viele große Marktteilnehmer sich in den Weihnachtsurlaub verabschiedet haben und erst am 4. Januar zurück sind. Diese werden also eher keinen Verkaufsdruck aufbauen.

 

Aber selbst, wenn: Die 28.900 wäre kein Drama. Wir hatten hier ja schon in den letzten Wochen immer wieder geschrieben, dass diese Marke nochmal getestet werden könnte, bevor es endgültig Richtung 31.000 geht.

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass die 31.000 nicht dieses Jahr kommt ist durch das erneute Seitwärtsgeplänkel ohnehin etwas gestiegen.

 

Daher die folgenden „Eckpunkte“ bis zum Jahresende:

Tagesschluss über 30.500 dürfte zügig Richtung 31.000 führen. Tagesschluss unter 30.000 macht den Retest bei 28.900 (mindestens aber 29.568) wahrscheinlich (mit folgendem Anstieg Richtung 31.000).

 

Bleiben wir zwischen diesen Marken, wird zwangsläufig das Seitwärtsgeschiebe weitergehen.

 

Widerstände sind: 30.344, 30.825, 31.000, 31.750, 32.000, 32.380, 32.650, 34.150

 

Unterstützungen sind: 29.821, 29.568 (1j), 28.900, 28.495, 27.399 (1i), 26.144, 26.000, 25.800 (1h), 25.524, 25.000, 24.700 (1g), 24.294, 24.060, 23.730, 23.243 (1f), 22.942, 22.790, 22.179 (1e), 21.200 (1c), 20.735, 20.380 (1a), 20.000 (1), 19.650, 19.160 (2), 18.917,18.650, 18.350,18.160,18.000 (3), 17.060, 16.000, 15.370, 14.200, 13.620, 13.200, 12.470, 12.035, 11.230, 10.350.

 

Wir wünschen allen Lesern unserer wöchentlichen Dow-Jones-Analyse ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Und bleiben Sie vor allem gesund.


Die nächste Dow-Jones-Einschätzung folgt in zwei Wochen am Sonntag, den 03.01.2021. Viele Grüße und bleiben Sie gesund.


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Leseprobe der apunkt-NEWS vom 30.08.2020
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